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Küsten und Bergmammutansammlungen im Wald bei Unterensingen
sequoiaundco:
Hallo Bernt,
meinen Glückwunsch zur gut gelungenen, informativen Homepage ! Freue mich schon auf weitere Bilder.
Die Six River N.P. Herkunft hatte ich dieses Jahr mal wieder in der Aussaat, leider ist das Saatgut nicht keimfähig. Kein Wunder, es lagerte beim Sammler über Jahre ungekühlt und trocken. Leider wird auch seit Jahren dort nicht mehr gepflückt.
Wie hat die Angwin-Herkunft bei dir überlebt? Bei mir gab es damit (ID13890) auf schlechtestem Boden in all den Jahren außer leichten Nadelschäden nie irgendwelche stärkeren Frostschäden. Das gilt aber auch für meine alten Oregons und die Burgholzstecklinge (ID13892). Klimatisch sind wir ja auch im Vorteil: Unter -20 Grad gab´s/gibt´s auch, aber immer nur kurzfristig.
mit sequoiasolidarischem Gruß chris (sequoiaundco)
Wayne:
Hallo Chris, habe Six River letztes Jahr ausgesäht und 2 Sämlinge über den Horrorfebruar retten können.........
Ist die Herkunft vielversprechend?
Gruß Wayne
Waldläufer:
Hallo Chris,
erst mal danke für dein Lob.
10 Pflanzen der Herkunft Angwin Aussaat 1986 hatte ich von dir bezogen. Diese Herkunft liegt am weitesten landeinwärts ca. 50km.
Davon sind lediglich noch 2 Exemplare übrig. Ursache für das Ableben der anderen war Frost und zu schattiger Standort.
Ein Exemplar war von Anfang an recht frosthart obwohl auf staunassem Boden stehend, jedoch mit eher langsamem Wuchs - ca. 50cm im Jahr.
Höhe jetzt ca. 14m. Das zweite Exemplar ist nie richtig gewachsen und hat auch in den mildesten Wintern unweigerlich Frostschäden in der Triebspitze.
Höhe jetzt ca. 6m. Mir fiel bereis bei der Kultur im Garten der eher langsame Wuchs der Herkunft auf.
Das bessere Exemplar habe ich vegetativ weitervermehrt. Es hat teilweise auffallend lange Nadeln.
Bei einem Vergleichstest auf Rätsandstein schnitten diese klonpflanzen jedoch gegen schnellwüchsigen Jededia Smith klon um mindestens ein Drittel schlechter ab.
Wie ich bereits in meiner Homepage schrieb sollte man nicht unbedingt zu isolierte Randvorkommen als Saatquelle benutzen.
An günstigen Standorten wie im Gebiet um Burgholz/Wuppertal werden diese sicherlich noch gut wachsen. An klimatisch ungünstigeren Standorten scheinen sich doch
größere Unterschiede auf zu tun.
Bei dieser Six River Herkunft bin ich auch etwas skeptisch. Es ist kein natürliches Vorkommen. Aus welchem Teil des Ursprunggebietes die Pflanzen dieser Herkunft
bezogen wurden weiß man nicht. Im Inland wird es trockener und heißer. Vielleicht hat hier auch bereits eine genetische Einengung stattgefunden.
Das sind aber nur Vermutungen. Man müßte schon größere Vergleichsanpflanzungen machen.
Viele Grüße Bernt
denniz:
Hallo Bernt, Chris und Wayne,
Kann man also getrost von 1. "Kaldenkirchen/Martin" und 2."Jededia smith"
als bisherige Favouriten in Sachen Frosthärte sprechen?
Mick Rondella sagte die "Kalte Sophie" wäre diesbezügl. unbrauchbar.
Habt Ihr Erfahrungen mit dieser französischen Herkunft (Cour Cheverney/Loire Tal )
die auch im Burgholz angebaut wird?
schöne Grüße aus Soest
Denniz
sequoiaundco:
Hallo Wayne,
da kann ich nur sagen: Versuch macht kluch!
Ich bin inzwischen davon abgekommen, aus meinen Anbauerfahrungen verallgemeinernde Aussage zu machen. Die verschiedenen Herkünfte differenzieren in unserer Klimaregion nicht deutlich genug. Natürlich gibt es leichte Unterschiede in Nadelverfärbungen und Wuchsverhalten. Das kann aber, wie ich glaube, wohl eher auf konkrete Standortverhältnisse (Nährstoffverfügbarbeit, Lichtexposition u.ä.) oder individuelle Variation zurückgeführt werden als auf "Herkünfte".
Ansonsten erstreckt sich der Six Rivers N. F. von der Küste bis in Regionen außerhalb des Küstennebelbereich, wo es für uns interessant wird. Allerdings assoziiere ich damit auch eher küstennahe, feuchte Flusstäler und niedrige Hanglagen wie z. B. am Smith River (3,6km Küstenentfernung, 18 - 299 m hoch), was genetisch nicht unbedingt auf Frosthärte und Trockenheitsresistenz hin selektiert.
Die Frage ist eigentlich immer, wo konkret wurde geerntet? Eine rein kommerzielle Ernte ist in den Nationalparks dort inzwischen streng verboten. Den Saatguthändlern stellen sich also folgende Fragen: Auf welchem Privatgrund stehen noch interessante Bestände und wo ist die Ernte für die Zapfenpflücker am bequemsten bzw. am schnellsten durchzuführen? Bei 1000 Dollar am Tag plus hohe Spesen für ein Pflückerteam ist das für die Händler eine wichtige Frage! Meist werden dadurch allerdings Standorte beerntet, die für uns weniger spannend sind bzgl. Frosthärte und Trockenheitsresisistenz.
sich den Glückwünschen anschließend chris (sequoiaundco)
Hallo Bernt, danke für deine Antwort - ich komm später drauf zurück.
Hallo Denniz - ebenso!
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