Mammutbäume (öffentlicher Bereich) > Mammutbäume melden

Sechzigjährige Glauken in Hohenheim

<< < (2/4) > >>

Michael D.:
Hallo,Wolfgang !

--- Zitat von: xandru am 02-Juni-2010, 11:31 ---Ich bin bloß blutiger Laie und kenne mich bei den Feinheiten von „ssp.“, „var.“ und „cv.“ nicht aus.
--- Ende Zitat ---

Das ist ja das Gute,daß jeder irgendwo seine Stärken hat,nur so geht´s vorwärts.Für mich selbst würde ich mir halt wünschen,im Bereich Computertechnik etwas bewanderter zu sein.

Wow,was für eine Davidia ! Da hast du gerade mal auf die Schnelle den mächtigsten Taschentuchbaum erwischt,den ich bisher kenne.Saubere Entdeckung !

Viele Grüße ! Michael

xandru:
Hallo Michael,

Der ist von 1938.

Genossene Grüße,
Wolfgang

Rainer:
Hallo,

hier mal aktuelle Daten und Bilder zu den beiden Glaucum.

Der eine ist 32 m hoch, die Pflanzpunktmessung hat 1,38 m ergeben. Sein Nachbar ist 33 m hoch, Pflanzpunktmessung lag bei 1,31 m.

Viele Grüße,

Rainer

Tuff:
Hat hier eigentlich mal jemand aus glaucum Samen was nachgezogen ? Ich würde gerne wissen, wie das Ergebnis aussieht.

Die beiden Bäume hier würden sich hervorragend eignen, um Samen zu sammeln (vorausgesetzt es stehen nicht noch andere direkt daneben).

Ich stelle immer wieder Variationen unter nachgezogenen Bäumen fest. Vermutlich kommt ab und zu auch mal eine 'quasi-glaucum' Form vor.

Ich reime mir das so zusammen (weiß es aber nicht sicher):

Wenn man eine Form zum ersten mal offiziell macht (wo meldet man das an?) und benennt, wird sie dadurch zur Kultur-Varietät, d.h. denselben Namen dürfen nur direkte Nachkommen bzw. Klone tragen. Die Form wird also fortan 'kultiviert'.

Wenn also in der Sierra eine glaucum-ähnliche Form auftritt, darf man sie eigentlich nicht so nennen.

Das ist nicht nur Unsinn, denn wer würde sonst bei geringen Differenzen die Grenze ziehen dürfen ob es noch ein glaucum ist oder nicht ? Da hilft nur direkte Abstammung. Vermutlich steht auch ein gewisses kommerzielles Interesse dahinter.

Ob das in der Praxis aber wirklich immer so stimmt mit der direkten Nachkommenschaft ist eine andere Frage.

Michael, sind Dir denn Quellen bekannt, die 'glaucum' Individuen in der Sierra nennen, und individuell lokalisieren, womöglich sogar mit Fotobeleg ? Ich würde gerne mal wissen wie die aussehen wenn sie 500 Jahre alt sind.

Michael D.:
Hallo,Michael !

Ja,ich habe dieses Jahr das erste mal Samen von S.gig.glaucum ( ID 4518 & 4519 ) ausgesät.Ich war sehr skeptisch,ob überhaupt Sämlinge aufgehen würden,da die BM´s im Bergpark noch nicht sehr alt sind.Die o.g.Bäume und auch das herrliche Exemplar in Ebsdorfergrund ( ID 5356 ) sind deutlich älter,der Baum im Schloßpark Rauischholzhausen soll etwa 80 Jahre alt sein.Das Ergebnis war überraschend gut,es sind 22 blaue Sämlinge aufgegangen,wobei bei einzelnen es noch fraglich ist,ob sie den ersten Winter packen ( es hat sich gezeigt,daß schwächere Sämlinge meist auf der Strecke bleiben,also quasi vom Winterklima selektiert werden ).
Verblüfft war ich über die Glaucum - Zapfen ( http://mbreg.de/forum/index.php?topic=7125.msg88045#msg88045 ) .Sie hatten nicht die übliche ovale Form,sondern sind rund.Ebenfalls eine Premiere war die Aussaat von S.g.Hazel Smith,hier sind 4 Sämlinge gekeimt.

Interessant finde ich auch die Unterschiede,die bei der Aussaat von Saatgut einer Herkunft entstehen können.Meine ersten Aussaaten (2002) stammen von dem BM  ID 6763 im Schloßpark Friedrichshof.Während einige Sämlinge die übliche Nadel zeigten,entwickelte sich ein Sämling mehr in Richtung Glaucum.Der blaue Baum sieht von Optik und Wuchs her anders aus,als sein "Bruder" bei uns im Garten.

Genauere Quellen über Standorte in der Sierra sind mir nicht bekannt, der Bericht,den ich vor einigen Jahren darüber gelesen hatte,war leider sehr allgemein gehalten.Interessant fände ich es schon,mal alte Glaucum´s zu sehen.
Ich kann mich aber erinnern,daß irgendwo auf einer Seite der Kollegen noch ein älterer Glaucum abgebildet ist.

Blaue Grüße ! Michael

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln