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Hüttenschlag bei Sulzbach

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xandru:


Und nun kommt Tinas Küstenmammutbaum. Er steht wohl um die zehn Meter von dem anderen entfernt, aber eben in den Wald hinein. Und diese Aufforstungsfläche ist sehr unübersichtlich.

Die künftige ID 14885 dürfte knappe drei Meter hoch sein, dabei aber unglaublich schief.

An der Basis schickt er einen neuen Stamm senkrecht nach oben, dessen erste Nadeln sich bereits mit weißer Färbung zersetzen (die grünen gehören zu einem anderen Baum). Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiter entwickelt.

Wir sind hier bei knapp 520 Höhenmetern – da wird es im Winter schon recht kalt. Andererseits steht er am Südhang in der Nähe eines Weges. Südlich des Weges ist Hochwald – und der dürfte ihn vor heftiger Wintersonne schützen.

Auch sehe ich außer einem leichten Grat keine besonders exponierte Lage; die Kaltluftströme von der Hohen Brach (586 m) fließen wohl zu beiden Seiten am Standort vorbei. Der umgebende Hochwald tut wohl sein Übriges zum Schutz.

Von der Luftfeuchtigkeit her scheint er gut versorgt; der südlich anschließende Wald flacht sich zur Straße hin ab und zeigt Moose und Farne. Von der Bodenfeuchtigkeit her dürfte es hingegen für die benachbarten Bergmammuts auf diesem kleinen Plateau auf Dauer zu trocken sein; BMs stehen meines Wissens besser auf unterirdischen Wasserströmen.

xandru:


Schwer zu entdecken sind diese 3 Bergmammuts:
* ID 14884: etwa 4 Meter hoch; fünf Meter neben dem ost-westlich verlaufenden Wegstück vor der Kurve;
* ID 14882: etwa 3 Meter hoch; fünf Meter neben dem nord-südlich verlaufenden Wegstück hinter der Kurve;
* ID 14883: etwa 5 Meter hoch; zehn Meter nordöstlich von ID 14884 und somit mitten im Gestrüpp Jungwald.Vielleicht stehen in diesem Bereich noch mehr Mammutbäume.

Viel interessanter aber wären die Fragen: Wer betreut dieses Waldstück? Verwendet er Küstenmammuts einer bestimmten Herkunft oder einer bestimmten Zuchtauswahl? Hat er an anderen Orten ähnliche Experimente am Laufen? Wo erscheinen die Ergebnisse? Irgendwie hat man den Eindruck, dass die Community den Draht zu den Förstern noch nicht so richtig gefunden hat. Denn Vieles dürfte dort ja im Waldbau auch online diskutiert und dokumentiert werden.

Drahtlose Grüße,
Wolfgang

edit 2012-07-19: Bilder vom April angehängt – wolf

de tinen:
Liebe Jagdgemeinde,

ich werde den Verdacht nicht los, dass "der Förster an sich" sich in direktem Konkurrenzkampf mit seinesgleichen befindet (warum auch immer).
Wie anders wäre es zu erklären, dass sich die Waldhüter so bedeckt geben? Kein Interesse? Keine Zeit? Schlimmstenfalls keine Ahnung?

Gibt es irgendwo ein Forum "Vereinigte Förster für experimentelle Pflanzungen nichteuropäischer Baumarten" (ich erfinde was) hier im Netz?

Wenn jemand fündig werden sollte, dann sacht ma Bescheid, ne.  ;D

lg,
Tina

xandru:
Hallo mal wieder im Schwäbischen Wald,

Auch nach diesen Lieblingen haben wir heute geschaut. Immerhin ist die Höhenlage für die Gattung Sequoia doch ziemlich grenzwertig.

Auf jeden Fall haben wir die ID 14885 wiedergefunden. Dieser Baum ist noch genau so krumm wie letztes Jahr. Und über die geschätzten vier Meter Höhe ist er wohl auch kaum hinausgekommen.

xandru:


Ich bin mir nicht mehr sicher, ob wir dort im vergangenen April 1 oder 2 kleine KMs gefunden haben; ich war der Meinung, ein zweiter wäre wenige Meter neben dem schiefen Gesellen von eben gestanden. Dort habe ich heute nichts gefunden.

Hingegen steht auf der anderen Seite des kleinen Weges ein nicht meldefähiger Küstenmammutbaum bei 49.03166,9.54462. Der gerade Treib ist an einen Pflock gebunden, während weitere KM-Reste dort wirr herumwuchern.

Ist der neue Trieb ein Wurzelschoss eines älteren Baumes? Oder wurde an der gleichen Stelle eine neue Pflanze eingesetzt? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall wird diese Verjüngungsfläche zielstrebig gepflegt.

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