Mammutbäume (öffentlicher Bereich) > Weitere Projekte

Mammutbaum-Projekt "Burgsalach"

<< < (157/378) > >>

Waldläufer:
Hallo Bernhard,
schön daß du deinem Projektleiterkollegen beistehst. Mir ging es aber nicht darum Remi umzupolen was vermutlich vergebliche Liebesmühe ist sondern für den
Mitleser die Sache auf den Prüfstand zu stellen. Es kann ja nicht sein daß man ausgerechnet im Mammutbaumforum 30 Jahre hinter dem allgemeinen Erkenntnisstand
hinterherhinkt.
Hallo Remi,
auf die Gefahr der tausendsten Wiederholung.
Der Gm ist eine langlebige Pionierholzart u. absolute Lichtholzart u. daher für dichtstehende gleichhohe Wälder wie wir sie kennen nicht geeignet.
In einem geschlossenen Wald hat er langfristig nur eine Chance wenn er stark vorwüchsig ist, d.h. mit seiner Krone weit über den Nachbarn steht.
Der Gm ist nicht in der Lage für seine vorwüchsigen Kollegen den Zwischenstand zu geben - dafür reicht seine Schattenverträglichkeit nicht aus.
Das heißt solche Reinbestände funktionieren nur eine Zeitlang wenn man auf sehr große Baumabstände geht was aber mit einem üblichen Wald nichts mehr gemein
hat u. völlig unverwertbares weitlumiges astiges Holz produziert. Von der Optik ganz zu schweigen.
Im schlechteren Fall entsteht eben ein lückiger Bm-Wald mit wenigen gesunden vitalen Bäumen und vielen kränkelnden bzw. absterbenden Bäumen, was einfach
kein gutes Bild gibt. Auch deine immer wieder angeführte Selektionstheorie wiegt diese negativen Aspekte nicht auf zumal es beim Gm aufgrund sehr kleinen
Verbreitungsgebietes nicht viel Varianz im Erbgut gibt. Aus dem Gm eine Fichte züchten zu können ist schlicht ein frommer Wunsch.
Man sollte seine Wünsche schon der Realität anpassen.
Im übrigen finde ich es aber jenseits der Meinungsverschiedenheit gut daß du dich der Kritik stellst u. nicht beleidigt abtauchst wie manch anderer. Noch könntest du übrigens deine Anpflanzungen zumindest teilweise problemlos umstellen.
                                                                      Viele Grüße          Bernt                                         

sequotax:
Hi Berni,  ;)


Hallo Bernt,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt wiederhole:

Der Anfangsbestand ist der Bestand am Anfang der Pflanzung !!!
BMs mit einem Pflanzabstand von vielleicht 4m merken lange Zeit nichts voneinander !
In meinen Pflanzungen sind schon viele eines natürlichen Todes gestorben, ich freue mich über jeden, der noch gedeiht.
Ich habe keinen BM-Reinbestand (bitte den Thread mal gründlich lesen) - neben Eichen, Eschen und Buchen (gepflanzt oder wildwachsend) lasse ich auch den angeflogenen Weichhölzern genügend Raum !
Es besteht jederzeit die Möglichkeit, durch entsprechende Eingriffe aus meinem Rohwald etwas anderes zu formen, was umgekehrt nicht so ohne weiteres geht - erst wenige unselektierte BMs pflanzen und dann nachbessern/aufstocken...
Ich habe also in der Zukunft alle Optionen, kann der Entwicklung zusehen und zu gegebener Zeit Entscheidungen treffen.
Du hast Angst, dass ein BM in 100 Jahren Probleme bekommen wird ? Oder schon in 20 Jahren ?
In dem Moment, in welchem der erste von mehreren hundert irgendeine Symptomatik zeigt, werde ich wohl noch eingreifen können. Oder glaubt du an einen plötzlichen Kollaps ?


--- Zitat von: Waldläufer am 29-Juli-2011, 08:44 ---...Auch deine immer wieder angeführte Selektionstheorie wiegt diese negativen Aspekte nicht auf zumal es beim Gm aufgrund sehr kleinen
Verbreitungsgebietes nicht viel Varianz im Erbgut gibt...                                       

--- Ende Zitat ---

Woher beziehst du diese Information ? ? ?
Beim KM habe ich gelesen, dass er eine ganz außergewöhnlich große Diversität besitzt !!!
Beim BM - und auf den beziehst du dich ja vornehmlich - gehe ich schon allein wegen der räumlichen Trennung der einzelnen Groves davon aus, dass auch hier die Varianz beträchtlich ist. Für eine echte Verarmung des Erbgutes i.S. eines Flaschenhals-Phänomens erscheint mir die Anzahl der heute noch lebenden Individuen außerdem immer noch zu hoch ! Auch widerspricht dem meine (noch junge) eigene Erfahrung, da ich bei immerhin etwa 1000 gepflanzten BMs große Unterschiede feststellen kann !!!
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren...

Übrigens wäre es mir in einer solchen Diskussion hilfreich, etwas mehr über dich zu erfahren - ich erlebe dich immer nur aus dem Off, während ich mich hier ja allen Fragen und auch aller Kritik offen stelle:
In welcher Gegend bist du zuhause ?
Wie lange züchtest du schon - haupt-/nebenberuflich ?
Welche Areale / wieviele Bäume nennst du dein Eigen ?
Könntest du vielleicht deine eigenen Aktivitäten einmal vorstellen ?
Gibt es von dir auch ein Avatar ?

Interessierten Gruß aus Burgsalach,

Remi

xandru:
Hallo Remi,


--- Zitat ---überlebt üblicherweise nur etwa einer das geplante Endalter...
--- Ende Zitat ---

Ups, du züchtest also Zombies? *grusel* ;)

Postfinale Grüße,
Wolfgang

Waldläufer:
Hallo Remi,
die Varianz des Gm im Erbgut ist im Vergleich zu den allermeisten dort verbreiteten Arten gering.
Da der Km ein wesentliche größeres Areal besiedelt ist diese bei ihm deutlich höher aber auch wieder geringer als bei anderen Arten.
Das Verbreitungsbebiet ist eben sehr einheitlich.
Informationen was ich Mammutbaummäßig so angestellt habe findest du im Thread (ich dachte der wäre bekannt)
Küsten- u. Bergmammutbaumansammlungen im Wald bei Unterensingen Seite 34 vom 25.8.2010 dankenswerter Weise von Kollege Sischuwa begonnen.
                                          Viele Grüße              Bernt

xandru:
Hallo Bernt,

So findet das niemand… Die Seitenzahl ändert sich ständig, wenn neue Threads erstellt werden.

Du meinst sicher: Küsten und Bergmammutansammlungen im Wald bei Unterensingen.

Man kann es nicht oft genug sagen: Ein wunderbares KM-Projekt – und mit Sicherheit ein Vielfaches älter als das ganze Mammutbaum-Register 8)

Respekt zollende Grüße,
Wolfgang

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln