Forum ::: Mammutbaum- Community

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Frage wegen unbekanntem Nadelbaum  (Gelesen 1289 mal)

Tuff

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5090
    • tuff
Re: Frage wegen unbekanntem Nadelbaum
« Antwort #15 am: 12-Juli-2022, 15:55 »

Diese Gallenbildung wird offenbar der Blattlaus Dryfusia prelli zugeschrieben. Dazu sagt die deutsche Wikipedia,

"früher unterschiedenen Arten Dreyfusia merkeri (Zweibrütige Tannentrieblaus) und Dreyfusia prelli in Wirklichkeit Hybride zwischen der Tannenstammlaus und der Weißtannentrieblaus, die erst vor kurzer Zeit nach der Einschleppung der Weißtannentrieblaus aus ihrer Heimat im Kaukasus nach Europa und nach Nordamerika entstanden sind."
Man nennt sie anscheinend auch 'Nordmannstannenlaus'  aber es kann auch sein, daß die Artenabrgenzung noch nicht endgültig geklärt ist.

1937 Erstbeschreibung in D ->  https://www.jstor.org/stable/43526439y  vlt findest du das in einer Fachbibliothek.

Ich weiß leider nichts darüber wie diese Blattlausgallen genau zustande kommen. Möglicherweise durch den 'Fraß' ausgewachsener Tiere an der Oberfläche, also nicht durch innendrin ausschlüpfende Larven. Dann muss sich also auch niemand nach außen durchbeißen. Aber sind die ausschlüßfenden 'Babies' überhaupt Larven ? Mindestens eine der alternierenden Generationen wird ja sogar lebend geboren.
https://www.spektrum.de/news/blattlaeuse-rekrutieren-wirtspflanzen-als-muellabfuhr/1170642

Sicher ist nur, daß diese Wuchsveränderungen ebenfalls 'Gallen' genannt werden.

 
Gespeichert

MarcB96

  • Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 18
Re: Frage wegen unbekanntem Nadelbaum
« Antwort #16 am: 12-Juli-2022, 17:28 »

Die Larven schlüpfen aus wenn die Galle noch grün und lebendig ist. Später verbraunt das absterbende Gallengewebe, und wird hart.

Die Webseite ist in der Tat schlecht gemacht. Bei mir lädt sie gefühlte 3 Stunden die gesamten Bilder ein ...

Hier sind direkte Links auf die Bilder auf dieser Seite, von  Gallen an Picea oritnatlis:

https://www.pflanzengallen.de/gallen/bilder/picea37opt.jpg

https://www.pflanzengallen.de/gallen/bilder/picea58opt.jpg
 
https://www.pflanzengallen.de/gallen/bilder/picea56opt.jpg

https://www.pflanzengallen.de/gallen/bilder/picea67opt.jpg

hth

Die ersten beiden Bilder schauen verdächtig ähnlich aus...besonders das zweite Bild (auch wenn ich die Farben im ersten Bild etwas komisch finde (das rotblaue)).
Mich wundert nur immer noch, warum bei den Teilen diese "typischen" länglichen Segmente (weiß jetzt nicht wie man diesen Teil eines Zapfens nennt) sichtbar werden (ähnlich wie sich Kiefernzapfen öffnen). Also als ob sich das Teil wie ein Zapfen öffnen würde (weshalb ich bisher ja den Gedanken so komisch fand, dass es sich um Gallen handeln könnte).

Aber zumindest bei Bild 2 würde ich fast sagen, das ist es....(immerhin wohl aber zumindest keine Wespenart ;D, bin kein allzu großer Freund von Wespen bzw deren Behausungen)
« Letzte Änderung: 12-Juli-2022, 17:30 von MarcB96 »
Gespeichert

Tuff

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5090
    • tuff
Re: Frage wegen unbekanntem Nadelbaum
« Antwort #17 am: 12-Juli-2022, 18:53 »

Weil es sich um 'mutierte' einzelne Nadeln oder Ästchen handelt.

Der 'Gallenzapfen' fängt klein und hellgrün an, wächst und ändert seine Farben, verholzt gegen Ende, stirbt ab, und wird braun. Durch das Austrocknen des toten Gewebes spalten sich die 'Schuppen' auf. Ich muss zugeben, das ist schon sehr merkwürdig zapfenmässig. Aber Zapfen entstehen wahrscheinlich morphologisch auf eine ähnliche Weise, d.h. die Reaktion auf die Laus-Hormone ist quasi die "Bildung eines sterilen Zapfens".
Gespeichert
 

Seite erstellt in 0.029 Sekunden mit 18 Abfragen.