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Autor Thema: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau  (Gelesen 6011 mal)

Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #15 am: 07-September-2014, 21:59 »

Am heutigen Tag war ich mal wieder in Lindau, natürlich auch um die Mammuts zu besuchen. Meine Sorge, dass sie um diese Zeit recht unschön gefärbt sein könnten, wurde zum Glück nicht bestätigt.

Eine vielleicht interessante Sache ist die, dass besonders am östlichen und auch etwas südlichen Grundstücksrand der Boden sehr feucht, sogar etwas sumpfig ist. Ganz besonders die liebe Tuba sollte daher relativ wenig Wasserprobleme haben. Nach den Lindauer Wetterstationen hat es die letzten Tage dort nicht geregnet, also steht das Wasser dort wohl einfach sehr hoch, bzw. fließt nicht schnell ab.

Tuba, alias ID17723 wurde nun also ein zweites Mal vermessen. Messpunkt wieder 1,30m über der höchsten stammnahen Stelle mit Kontrolleuren, damit es auch wirklich gerade verläuft. Heraus kamen wieder 8,81m. Gerundet 2,81m. Der Bodenumfang ist wie erwartet enorm, mit 14,65m - also 4,67m Durchmesser.

Ich habe auch mal ein Bild von der (vermutlich) Eibe gemacht, deren Reste er gerade verschlingt.
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Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #16 am: 07-September-2014, 22:14 »

Der höhere BM - ID17722 - wurde natürlich auch ein zweites Mal gemessen um eine mögliche Fehlmessung auszuschließen. Er sollte seine 46m durchaus haben. Bei der Stammmessung waren es aktuell 2,07m, ob Messungenauigkeiten oder 2cm Zuwachs, wer weiß, ich auf jeden Fall nicht.  ;)
Auch dieser schöne Baum sieht aktuell sehr sehr gut aus. An der Spitze trägt er enorm viele Zapfen. Für ein komplettes Bild aus größerer Entfernung stand die Sonne leider zu ungünstig.
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Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #17 am: 07-September-2014, 22:24 »

Der sehr lichte Baum mit der ID17719 wurde nun auch etwas genauer gemessen. Die Frage ist nur, wo ist der Fußpunkt? Auch bezüglich der Umfangsmessung wäre das interessant. Bei der aktuellen Messung mit 1,82m Durchmesser ist dieser eigentlich auf den Wurzeln des Baumes. Eigentlich wäre er wohl deutlich darunter. Ich habe mal versucht die Gegebenheiten fotografisch festzuhalten, vielleicht will sich jemand dazu äußern. Hoch ist der Baum mit Fußpunkt auf den Wurzeln etwa 34m.
Rein optisch würde ich fast sagen, dass der Baum mehr austreibt als er abwirft. Manche Äste lässt er dafür komplett vertrocknen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, es wäre schade um ihn.
« Letzte Änderung: 07-September-2014, 22:43 von Tom E »
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Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #18 am: 07-September-2014, 22:42 »

Die anderen beiden Bäume habe ich nur in der Höhe vermessen, da ich mir bei der Zuordnung der letzten Messungen nicht mehr sicher war.
ID17720 an der Straße ist nach aktuellen Messungen 39,5m hoch. Zustandsmässig steht er nicht besonders gut da, allerdings wohl auch nicht besorgniserregend.
Der jünger wirkende BM ID17721 misst 37m in der Höhe und wirkt ebenfalls trotz Brownout sehr vital.

Alles in allem war es schön die Bäume nochmal zu sehen. Auf viele weitere Male.  :)

Zu den Bäumen noch ein Stitch, nördlich des Geländes aufgenommen.

Gruß
Tom
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Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #19 am: 05-Mai-2017, 11:16 »

Schönen Tag,

gestern hatte ich die Gelegenheit kurz einen Abstecher nach Lindau zu machen, nicht privat daher auch nur kurz und ohne Zutritt zum Gelände. Den BM auf dem Nachbargrundstück habe ich daher noch immer nicht registriert und auch einige andere BM warte wohl noch immer darauf, dafür braucht man halt wirklich Zeit.

Für ein paar aktuelle Bilder der Kronen hat es aber zumindest gereicht.

Die fast tote ID17719 sieht ziemlich unverändert aus, immerhin nicht schlechter und scheinbar ohne neue abgestorbene Äste nach den zuletzt 2014 dort aufgegebenen Trieben. Ob sich der Baum jemals erholen wird?  ???

Der hohe Bergmammmutbaum mit der ID17722 wächst gemütlich weiter und könnte inzwischen vielleicht einen halben Meter höher sein, für eine genaue Messung muss ich mal wieder auf das Grundstück. Die Spitze macht an sich keinen so schlechten Eindruck, dazu hebt sich ein Trieb etwas hervor, mal weiter beobachten. Im Anhang übrigens mal ein Bild von Zapfen und Rindenstück dieses Baumes von 2002.

Die dicke ID17723 legt an der Spitze mächtig zu, man merkt einfach, wenn ein alter Baum nach einem Verlust etwas aufzuholen hat. Womöglich hat auch dieser Baum inzwischen wieder an die 40m Höhe erreicht, der letzte Jahrestrieb könnte gut und gerne 1m lang sein. Den Stamm dieses Baumes sieht man von der Straße aus leider nicht.

Gruß
Tom
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Michael D.

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #20 am: 05-Mai-2017, 13:05 »

Hallo,Tom !

 Ob sich der Baum jemals erholen wird ?

Das könnte je nach den Gegebenheiten ausfallen.Ich hatte vor etlichen Jahren in Frankfurt einen noch etwas erbärmlicheren,allerdings auch massigeren,BM gesichtet,und noch gedacht : Kannste vergessen,der hat´s bald hinter sich.
Nicht schlecht hatte ich gestaunt,als ich etwa 6 Jahre später daran vorbeikam,und der BM wieder grün war.

Optimistische Grüße ! Michael
« Letzte Änderung: 05-Mai-2017, 13:07 von Michael D. »
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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #21 am: 01-August-2018, 16:45 »

Hallo Michael,

bisher hat sich der Zustand zumindest nicht verschlechtert. Diesen Mai war ich mal wieder in Lindau und der geschundene Baum sieht soweit ganz ordendlich aus.

Die Tuba hat inzwischen vielleicht die 9m Marke geknackt, im Mai waren es nach meinen Messungen etwa 8,96m. Bei der Höhe hat er nun wieder 40m erreicht. Der höhere Nachbar wächst am Stamm weit weniger zu, lediglich 6,56m habe ich gemessen und in der Höhe nähert er sich langsam den 47m.

Gruß
Tom
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Michael D.

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #22 am: 02-August-2018, 06:04 »

Hallo,Tom !

Das hört sich doch schon mal gut an ! Ich denke,daß man nach einem Jahr bei einem so großen Baum noch keinen Unterschied sehen kann.Hier wäre ein regenreiches Jahr wünschenswert,das würde ihm deutlich helfen.Ich bin jedenfalls gespannt,wie er sich weiterentwickelt !

Grüße in den Süden ! Michael
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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Tom E

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #23 am: 14-Mai-2022, 23:31 »

Guten Abend,

nach weiteren vier Jahren war ich mal wieder in Lindau, leider nur ein kurzer Besuch ohne Ankündigung, entsprechend war das Gelände leider geschlossen. Den hohen Baum habe ich trotzdem von der anderen Straßenseite aus gemessen. Laut den Messergebnissen ist der Baum inzwischen über 48m hoch. Für mich persönlich noch immer das Highlight unter den Bäumen auf dem Grundstück. Die Tuba hat inzwischen gewiss an oder über 3m BHD, aber das konnte ich leider nicht messen.

Gruß
Tom
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Tuff

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Re: Bergmammutbaumparadies Anheggerstraße 40 Lindau
« Antwort #24 am: 15-Mai-2022, 02:58 »

Hallo Tom,

Das sind wirklich 3 interessante Bäume die Du da aufgetrieben hast.

Die 'Tuba' erinnert mich daran, wie Regenwaldbäume stark auseinandergehende Brettwurzel-Anläufe bilden um sich auf den typischerweise lehmigen gesteinlosen Verwitterungsböden (oder eher Sümpfen) zu stabilisieren. Vielleicht reagiert auch ein BM auf solche 'weichen' Böden mit besonders breitem Wurzelanlauf ? Es kann aber auch ganz andere Gründe haben. Zum Beispiel könnte auch einfach der Boden drumherum mal abgetragen worden sein.

Der BM mit der verlichteten Krone sieht irgendwie nicht so recht nach einem typischen 'Dürrebaum' aus, der immer schon zu trocken steht. Dafür sieht das Grün zu vital aus.

Vielleicht ist es nur eine 'neue' und temporäre Schädigung der Wurzel, zum Beispiel nach Blitzschlag; oder nach Bauarbeiten ... von der sich er Baum aber anscheinend immer noch nicht erholt hat.
Oder der Baum hat hier einfach seine Maximalhöhe erreicht und macht die typische 'snag top' alter Bäume, die man auch aus Kalifornien kennt ? Es wäre interessant die Höhen aller 3 BM mal sicher zu bestimmen und das Alter zu recherchnieren.

Mir fällt auch der Efeu auf. In Ramersdorf bei Bonn gibts eine recht ähnliche Situation, in der ich vor vielen Jahren auch für mich zum ersten mal über das Fusspunkt-Problem gestolpert bin. Lukas Wieser meinte damals, ohne einen ganzen Tag lang mit der Hacke alles wegzubuddeln könnte man den gar nicht sinnvoll bestimmen. (Bitte nicht !! Der Efeu ist wunderschön und ein echtes Biotop für allerlei Kleingetier, und es können eine Menge wertvoller Pflanzen darin wachsen, etwas Aronstab oder Farne).

Ich frage mich wie sich Efeu mit BM oder KM verträgt. Gibt es irgendwo einen Baum der bis in 10 oder gar 20 m Höhe mit Efeu besiedelt ist ? Den UM sieht man hingegen häufiger mit Efeu. Unser > 20m Dreistamm im Garten etwa. An den habe ich den Efeu vor 30 Jahren selber drangepflanzt. Heute ist das ein gewaltiger Efeuturm mit einer UM-Krone obendrauf :D

Ich kenne in Weisweil am Oberrhein riesige Auenwald-Eichen mit einer schirmförmigen 'Efeukrone' in der Eichenkrone, in ca. 10m Höhe. Diese Efeu haben >20cm dicke Stränge !

Wird er Efeu einen rapide wachsenden BM dann aber einschnüren, wenigstens die weiche Borke, oder gar seine Stammform verändern ? Kann er viellecht sogar einwachsen ins Holz ? Und noch jahrzehnte lang weitergrünen ??

Efeu (um mal ein Ende zu finden) ist ein extrem seltsames Gewächs. In der Literatur wird ein Alter < 500 Jahre erwähnt. Aber die Pflanze kriecht über den Boden und besiedelt weitere Bäume - selbst wenn jeder Kontakt zur Mutterpflanze abbricht.
Wer kann dann noch sagen ob de Efeu überhaupt en 'Lebensende' kennt ?
« Letzte Änderung: 15-Mai-2022, 02:59 von Tuff »
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