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Autor Thema: Küstenmammutbäume im Bergischen Land  (Gelesen 7923 mal)

Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #15 am: 25-Juni-2017, 14:17 »

Update 2017-06: So sah mein KM Anfang Juni aus. Höhe circa 170cm. Den Winter 2016/2017 hat er wie den vorigen ebenfalls gut überstanden, wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund des massiven Winter-Schutzes, welchen ich relativ früh (im März) bereits entfernt hatte, jedoch an starken Sonnentagen bzw. zu den Spätfrösten im April teilweise wieder installiert habe. Dabei wurde dieser immer spärlicher, gegen Ende habe ich an bestimmten Tagen (Frost, plötzliche Sonne) nur noch ein leichtes Vlies drübergewofen. Ich hatte Glück daß ich zu diesen Gelegenheiten zufällig immer vor Ort war !

Die Spätfrostschäden beliefen sich auf ca. 5 bereits austreibende winzige Knospen, welche abstarben, allesamt an unwichtigen tieferen Stellen, während der Zentraltrieb und alles andere unverändert grün blieb und sich ab Mai rasch entwickelte. Wie gesagt, wurde das Bäumchen zu diesen Zeiten durch das Vlies vor Frostwind und nächtlicher Wärme-Abstrahlung geschützt. 

Aktuelle Fotos gibts vielleicht übernächte Woche.
« Letzte Änderung: 25-Juni-2017, 14:23 von Tuff »
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Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #16 am: 28-Juni-2017, 13:42 »

Diese private Wetterstation (inzwischen außer Betrieb) war nur ein paar Kilometer Luftlinie von unserem Hochtal entfernt, und fast genau auf der gleichen Meereshöhe. Sie wurde von Marc Thiessenhusen betrieben, den ich vor vielen Jahren (damals war er noch ein Schüler!) über seine Wetter-Seite kennengelernt habe.
Interessant ist die Übersicht zum Niederschlag. Wie man sieht, liegen die trockenen Zeiten (gelb) in den Monaten Februar - April, was extrem ungünstig ist. Diese Frühlings-Trockenheit reicht oft noch in den Mai hinein, manchmal sogar bis in den Juni. Die Jahressummen sind überwiegend unter 1500mm, und kommen hauptsächlich von August bis Januar zustande. Mit anderen Worten, der Herbst ist eine gute Wachstumszeit, der Frühling ist besch*...

In meiner Kindheit und Jugend, und bereits in den Jahrzehnten davor (mindestens seit den 1960er Jahren) hiess es immer "Dat Berjische Land wo de Kinners met Schimmhüen tüscher tewen un fingers op de welt kommen"  und wir hatten im Sommer Schwierigkeiten bei der Heuernte, weil es so selten ein paar trockene Tage am Stück gab. Mit anderen worten, es regnete praktisch immer, und Regensummen um die 1800mm, ja sogar bis 2000 mm, waren nicht ungewöhnlich.

Dewegen habe ich in den Jahren 1999 / 2000 zwei jeweils ca 0,5 ha grosse Anpflanzungen mit Baumarten begründet, welche tendenziell in der grplanten Dichte eher viel Wasser brauchen (ein Bergmammutbaum-Microgrove, und ein Laubmischwald mit Esskastanie, Walnuss, und Traubeneichen, aber auch Stieleiche, Wildkirsche, Bergahorn, Esche) und die unter diesen neuen Umständen im ausgewachsenen Zustand in dieser Dichte nicht mehr tragbar sein werden. Hier werde ich die Stammzahl im 'Altbestand' verringern müssen.

Auch der KM im Garten wird möglicherweise in trockenen Sommern auf künstliche Bewässerung angewiesen sein. Es hängt davon ab, wie weit er seine Wurzeln schicken kann - in 40m Entfernung beginnt eine Sumpfwiese, und die Straße auf der gegenüberliegenden Seite leitet viel Regenwasser an die Ränder ab. Wenn überhaupt, dann würde ich am ehesten einem Mammutbaum zutrauen, sich auch entfernte oder schwer erreichbare Vorräte zu erschließen (und sich dabei gegen Konkurrenz durchzusetzen).
« Letzte Änderung: 11-März-2021, 06:27 von Tuff »
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Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #17 am: 07-Februar-2019, 18:43 »

Update 2018 -- kommt später noch
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Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #18 am: 07-Februar-2019, 19:12 »

Update Winter 2019:

Zunächst mal ein Bild vom Bambus-Schutz, wie ich ihn Ende Dezember angelegt habe. Einige der Bambusse waren schon blattlos und dienen nur der Befestigung. Sie sind einfach mit Bändern rundherum festgebunden, und stehen unten ein wenig abgespreizt (wie ein Dreibein/Tripod) und ca. 5 cm tief in den Boden gesteckt - daher ist es relativ stabil.

Habe letztes WE leider keine Zeit gehabt, Schneefotos zu machen. Aber der Schutz funktioniert ganz gut. Trotz punktuell heftiger Windböen steht alles noch und wahrscheinlich hilft es dem KM sogar, nicht umzubiegen. Ein echter Sturm aus der falschen Richtung würde das ganze aber wohl zerfetzen, dann würde ich vorher vielleicht ein paar Äste wieder rausnehmen. Die Hauptsturmrichtung wird hier aber durch Hütte und Koniferen gesichert.

Die -13°C (evtl. bis -15°)  die wir dort für ein paar Tage, oder genauer, Nächte, hatten, haben bisher auch keine sichtbaren Schäden hinterlassen. Die Zweige sind ein wenig gelber geworden, das ist alles. Glücklicherweise waren diese Tage kaum windig, das macht einen großen Unterschied.

Ich habe letztens noch ein 3 grüne Bambi dazugesteckt (also auf dem Foto noch nicht zu sehen). Es ist recht leicht, hier was hinzuzufügen, oder wegzunehmen.

Höhe des KM > 250 cm, hatte noch keine Gelegenheit zu messen. Vielleicht kann ich nächstes mal neue Fotos machen.
« Letzte Änderung: 09-Februar-2019, 17:59 von Tuff »
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Michael D.

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #19 am: 08-Februar-2019, 08:08 »

Ich habe letztens noch ein 3 grüne Bambi dazugesteckt (also auf dem Foto noch nicht zu sehen).

Was da wohl Walt Disney dazu sagen würde  :o ;D...Aber ich gehe mal davon aus,daß du wahrscheinlich Bambusse meinst  :D...

Wilde Grüße ! Michael
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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Andreas Roth

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #20 am: 08-Februar-2019, 11:44 »

Oder vielleicht doch "Bambeen", es gibt ja auch keine Kaktusse. ;)
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Viele Grüße,
Andreas

Michael D.

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #21 am: 08-Februar-2019, 16:31 »


...Oder vielleicht die italienische Version : Bambini  ;) ;D....

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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #22 am: 09-Februar-2019, 17:58 »

Das verdammte Römisch ... und was ist dann mit Krokussen ?

Oder sind das dann Kroquetten ?
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Michael D.

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #23 am: 10-Februar-2019, 08:53 »

 ;D  ...könnten vielleicht Krokanten sein,wenn ich da z.B. an die Formulierung "Kaktanten" eines gewissen Herrn aus dem Taunus denke  ;) :D.
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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #24 am: 18-März-2021, 01:32 »

-- Update 2020 todo --
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Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #25 am: 18-März-2021, 01:43 »

Im Jahr 2021 war nur der wenige Tage lange, aber relativ knackige Frost im Februar, mit Temperaturen (bei uns) um -15° C erwähnenswert. Ich war erst ab dem 19. Februar wieder anwesend. Was ich vorfand war nicht besonders dramatisch, ich habe es hier beschrieben. Mitte März bzw. jetzt gerade gabs dann nochmal geringere Fröste mit Temperaturen bis höchstens -5° und jeweils für nur 2-3 Nächte.

Vielleicht schlimmer als die Temperaturen waren die warmen, sehr sonnigen, frühlingshaften Perioden dazwischen. Das ständige Auftauen und an der Sonne Austrocknen, und dann wieder Einfrieren, ist wohl für keine Baumart ganz leicht zu verkraften.
« Letzte Änderung: 18-März-2021, 04:18 von Tuff »
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Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #26 am: 18-März-2021, 02:46 »

Im Vergleich zum Februar, sah der KM am 17. März ein wenig schlechter aus, hat sich aber bisher vergleichsweise gut geschlagen, was sicher auch der nicht ganz ungeschützten Lage zu verdanken ist. Allerdings nur nach Norden und Osten - die Kälte aus dem Osten schlägt bei uns aber leider oft als Südwind auf. Besonders frosthart scheint er jedenfalls nicht zu sein, aber mehr Grün kann man von einem 0815-KM (noch dazu eher hellgrün und aus dem milden Rheinland abstammend) nach einem frostigen Winter wohl nicht verlangen.
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Holger

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #27 am: 18-März-2021, 10:15 »

hallo tuff: ab welchem Alter / Größe kommt ein KM in das Register? Der von mir gepflanzte KM in Altenberg wäre der erste im Bergischen im öffentlichen Raum....  Gruß, Holger
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Tuff

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #28 am: 18-März-2021, 15:54 »

Das freut mich Holger ! Wenn Du möchtest kannst den KM hier im Thread mal beschreiben (mit Foto) ! Ich habe immer gehofft daß dies keine Monografie bleiben wird ! Hier ging es mir ja darum, daß KM für das Bergische Land bisher für ungeeingent gehalten wurden, und ich möchte zeigen daß es (hoffentlich) doch möglich ist. 

Wenn Du deine KM aber in den nächsten Jahrzehnten ausfürhlich online dokumentieren möchtest, kannst Du vielleicht besser einen eigenen Faden beginnen. Ich würde den dann hier bloß verlinken.

Die Melde-Höhe sind GANZ GENAU 2 m.
« Letzte Änderung: 18-März-2021, 21:24 von Tuff »
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Holger

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Re: Küstenmammutbäume im Bergischen Land
« Antwort #29 am: 18-März-2021, 17:48 »

Also dann Ende 2021, dann dürften es 3-4 m sein.
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